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Bielefeld startet den shortcut für startups

Pressemitteilung

Zum operativ handlungsfähigen Startup in nur 24 Stunden – einmaliges Modell stärkt den Wirtschaftsstandort Bielefeld

Bielefeld, June 18, 2026 – Während Gründungen in Deutschland häufig mehrere Tage oder sogar Monate dauern, soll es in Bielefeld künftig schon in 24 Stunden gehen. Auf der heutigen Hinterland of Things Konferenz haben fünf Partner des Bielefelder Startup-Ökosystems erstmals den „Bielefelder Shortcut“ vorgestellt – ein deutschlandweit einzigartiges Modell, das Startups innerhalb eines Tages operativ handlungsfähig macht.

Der Bielefelder Shortcut umgeht bürokratische Hürden und bündelt zentrale Schritte einer Unternehmensgründung in einem Prozess. Statt sich durch Termine, Formalitäten und Abstimmungen zu arbeiten, erhalten Gründer:innen innerhalb eines Arbeitstages eine einsatzbereite Unternehmensstruktur inklusive operativer Gesellschaft, Geschäftskonto und Haftungsschutz in Form einer geförderten Vorratsgesellschaft. Gleichzeitig wird im selben
Termin die Holdingstruktur aufgesetzt,mit Gesellschaftsverträgen für Investments die
passende Grundstruktur gelegt und die Zusage für eine langfristige Förderung erteilt. Für Startups bedeutet das vor allem eines: weniger Bürokratie und mehr Zeit für
Produktentwicklung, Kund:innen und Wachstum. Zugleich werden sie auch noch
kostenseitig unterstützt.

Der Start des Projektes wurde heute auf der Hinterland of Things Konferenz in Bielefeld
verkündet.

Von der Idee zum handlungsfähigen Unternehmen

„In Bielefeld wollen wir, dass Gründerinnen und Gründer sich auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: ihre Idee, ihre Kunden, ihr Unternehmen. Nicht auf Bürokratie. Mit der Förderung im Bielefelder Startup Paket sorgen wir heute schon dafür, dass Startups nachts besser schlafen können. Mit dem Bielefelder Shortcut gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter und nehmen weiteren Stress rund um die Gründung ab“, sagt Hanna Drabon, Projektleiterin des Bielefelder Startup Pakets.

Der Bielefelder Shortcut reduziert den organisatorischen Aufwand einer Gründung erheblich. Während klassische Gründungsprozesse häufig mehrere Tage bis Wochen Abstimmung zwischen Bank, Notariat und weiteren Beteiligten erfordern, sind in dem Bielefelder Modell Steuernummer und Konto bereits ab Tag eins verfügbar. Gleichzeitig entsteht eine professionelle Unternehmensstruktur mit Vertragswerk, die von Beginn an auf Wachstum und spätere Finanzierungsrunden ausgelegt ist. Auch die sonst langwierige Zusage zu einem Förderprogramm erfolgt am selben Tag. Startups im Shortcut werden im Anschluss mit einem Mietkostenzuschuss von bis zu 64.000 EUR auf die nächsten vier Jahre unterstützt und erhalten so eine langfristige Perspektive am Standort.

Fünf koordinierte Partner für eine praxisnahe Lösung

Möglich wird der Bielefelder Shortcut durch die Zusammenarbeit zentraler Akteure des Bielefelder Startup-Ökosystems: Die Volksbank in Ostwestfalen stellt die operative Gesellschaft, bezuschusst diese und eröffnet das kostenlose Geschäftskonto, die Founders Foundation unterstützt die Startups in den standardisierte Abläufen. Der Teuto Seed Club konzipiert den Prozess, das Bielefelder Startup Paket der WEGE mbH fördert Kauf- und Mietkosten mit bis zu 64.000 Euro, während The Trailblazers die Kommunikation und Sichtbarkeit der Startups unterstützen.

Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Baustein, sondern das Zusammenspiel aller Beteiligten. Erst dadurch entsteht ein Prozess, der Gründer:innen innerhalb von 24 Stunden operativ handlungsfähig macht. Erste Shortcuts sollen mit dem Bielefelder Shortcut schon ab Juli möglich sein. Interessierte können sich bereits ab sofort unter
www.bielefelder-shortcut.de. informieren

Bielefelder Modell setzt neue Maßstäbe

„Der Bielefelder Shortcut ist das Ergebnis von zehn Jahren konsequentem Ökosystem-Aufbau. Gemeinsam haben wir gezeigt: Durch Kollaboration, den Willen neue Wege zu gehen und Geschwindigkeit lassen sich auch schwierige Rahmenbedingungen verändern. Dass wir dieses Projekt erstmals auf der Hinterland of Things Konferenz vorstellen, ist kein Zufall – die Konferenz steht wie kaum ein anderes Format für die Verbindung von Unternehmertum, Startups und Mittelstand, die unseren Standort auszeichnet“, sagt Dominik Gross, Mitgründer und CEO der Founders Foundation.

Der Bielefelder Shortcut ist ein weiterer Baustein eines Startup-Ökosystems, das in den vergangenen Jahren weit über die Region hinaus Strahlkraft entwickelt hat. So zeigen aktuelle Zahlen des OWL Startup Monitors 2025 der Founders Foundation und des Startup Verbands, dass sich die Zahl der Startup-Neugründungen in OWL in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt hat. Insbesondere das Startup-Ökosystem in OWL wird von Gründer:innen positiv bewertet (69 Prozent zu 57 Prozent im Bundesschnitt). Die Initiatoren des Bielefelder Shortcuts verstehen das Projekt nun als konsequente Weiterentwicklung des Standorts: Gründungen sollen nicht nur gefördert, sondern konkret beschleunigt werden – mit weniger Bürokratie, geringeren Kosten und einer Struktur, die vom ersten Tag an auf Wachstum ausgelegt ist. Damit stärkt der Shortcut die Position Bielefelds und Ostwestfalen-Lippes als eine der führenden Regionen für Gründungen, Innovation und Unternehmertum in Deutschland.

„Weniger Bürokratie, einfache und schnelle Abläufe sowie echte Wertschätzung für unternehmerisches Engagement bringen einen Standort voran. In Bielefeld entwickeln wir mit klugen Ideen, Fachwissen und Ehrgeiz Lösungen für Start-ups, die nur in einem starken, in sich greifendem Ökosystem möglich sind“, sagt Dr. Christiana Bauer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bielefeld.

Über den Bielefelder Shortcut

Der Bielefelder Shortcut ermöglicht innovativen Startups die Übernahme einer operativen Gesellschaft (UG oder GmbH) inklusive Geschäftskonto und Gründung einer Holding-Struktur innerhalb von 24 Stunden. Während für eine Unternehmensgründung häufig mehr als 30 aktive Arbeitsstunden angefallen sind, beträgt der Gründungsaufwand beim Bielefelder Shortcut nur wenige Stunden. Er umfasst neben ausschließlich digitalen Prozessen einen einzigen Notartermin. Ergänzt wird das Modell durch standardisierte Vertragswerke, Förderungen für laufende Fixkosten von bis zu 64.000 Euro sowie die Einbindung in das Bielefelder Startup-Ökosystem.

Weitere Stimmen der akteure

Marek Lehmann, Vorstand des Teuto Seed Clubs:

„Für Investoren ist entscheidend, dass Startups von Beginn an sauber strukturiert sind. Der Bielefelder Shortcut schafft genau das: eine standardisierte, investorenfähige Grundlage innerhalb kürzester Zeit. Das reduziert Reibungsverluste in der frühen Phase erheblich und beschleunigt den Weg zu einer möglichen Finanzierung.“

Thomas Mühlhausen, Vorstandsmitglied der Volksbank in Ostwestfalen eG

„Wer gründen will, braucht Tempo. Wir wollen, dass Menschen mit einer guten Idee direkt ins Machen kommen. Mit unserer Gesellschaft wollen wir Gründerinnen und Gründern den Start so einfach wie möglich machen und eine echte Starthilfe leisten.“

Sebastian Vielstädte, Unternehmensentwickler bei der Volksbank in Ostwestfalen eG:

“We’re rethinking the company formation process. That’s why we don’t wait until the client makes a request—we carefully prepare the key steps in advance. With the corporate bank account already set up, the company is immediately ready to operate.”

Francesca Seidensticker, Co-Lead von The Trailblazers:

„Die spannendste Geschichte in diesem Projekt ist nicht allein die Geschwindigkeit, sondern die Zusammenarbeit dahinter. Fünf Partner aus Bielefeld bündeln ihre Stärken und schaffen gemeinsam etwas, das keiner allein hätte aufbauen können. Das ist gelebtes Ökosystem – und aus unserer Sicht ein Modell, von dem auch andere Startup-Standorte in Deutschland lernen können. Machen geht immer.”

Kontakt für Rückfragen und Interviews:

Anna-Luisa Korte
Founders Foundation gGmbH
anna@foundersfoundation.de
+49 160 99244635

Laura Maria Kämz
The Trailblazers
laura@thetrailblazers.de
+49 175 153 20 53